„Rebellion an der Grenze“ – als Feministin in Theologie und Kirche |
|
Als Schülerin der 7. Klasse wollte sie Nonne werden. Geblieben ist über zwanzig Jahre später das Interesse an theologischen Fragestellungen unter einer feministisch orientierten Perspektive. Hierüber referierte Claudia Rakel, Abiturientin des Jahrgangs 1988 und heute Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Katholischen Fakultät der Universität Bonn, im letzten Vortrag der Reihe „Sprungbrett Emsland-Gymnasium“, in der im Rahmen des 150jährigen Schuljubiläums ehemalige Schülerinnen und Schüler von ihrem Werdegang und ihrer beruflichen Tätigkeit berichteten. |
|
Als
feministische Theologin werde man nicht geboren, meinte Claudia
Rakel. Wesentliche Impulse hätten sich
erst während des Theologiestudiums an der Universität Münster
entwickelt. Als ein Professor in einer Vorlesung nicht bereit gewesen
sei, über die Auffassung des Kirchenvaters Tertullian, die Frau sei das
„Einfallstor aller Sünde und des Teufels“ zu diskutieren,
habe sie erkannt, dass feministische Theologie von Frauen selbst angestoßen
und betrieben werden müsse. |
|
Claudia
Rakel zeigte auf, dass die Bibel in sprachlich
parallelisierter Form den Frauen eine ähnlich bedeutsame Rolle in der
Gründungsgeschichte Israels zuweist wie den Männern: „Die sogenannten
Patriarchengeschichten müssen also eigentlich als Familiengeschichten
gelesen werden.“ |
|
|
weitere Informationen unter www.atfrauenforschung.uni-bonn.de |
|