Energiesparen

Schuleigende Photovoltaikanlage

Sonne Ins Emsland-Gymnasium

Bei der Behandlung der durch unseren zu hohen Energieverbrauch entstehenden Umweltprobleme erkannten die SuS der Differenzierungskurse EK/CH der Jgst. 9 und 10, dass jeder Bürger sich im privaten Bereich zwar bemüht, Energie u. Wasser einzusparen, dies in öffentlichen Gebäuden aber „vergisst”. Hier geht es häufig nur um Verhaltensänderungen, also nicht unbedingt um kostspielige technische Investitionen. Im Sommer 1996 gründete sich aus den a.o. Kursen eine Umwelt-AG mit dem Ziel, an der Schule Energie und Wasser einzusparen. Dabei orientierte man sich am sog. „Fifty-Fifty”-Projekt von Hamburger Schulen.

Von Anfang an zeigten sich sowohl die Stadt wie auch die Stadtwerke Rheine sehr kooperativ. Besonders hervorzuheben ist hier die Unterstützung durch die Herren Michael Wolters und Guido Wermers der städtischen „Leitstelle Klimaschutz”

Ähnlich wie in anderen Projekten dieser sog. „Umweltkurse”geht es auch hier darum, theoretisches Fachwissen in die Praxis umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt also nicht nur darauf, Wissen über die aktuellen Probleme zu vermitteln und anzuhäufen, sondern daraus auch Konsequenzen für das eigene Leben und Handeln zu ziehen, also in den Alltag eines Schülers umzusetzen. Auch mit 13 bis 15 Jahren u. begrenzten finanziellen Möglichkeiten kann man aktiv werden und z.B. bei seinen Mitschülern und im übrigen sozialen Umfeld als Multiplikator auftreten.

Als dann innerhalb des Themas „Energieerzeugung und Folgen” die Möglichkeiten u. Chancen der erneuerbaren Energieträger besprochen wurden, entstand bei der Besichtigung einer PV-Anlage in Saerbeck der Wunsch der Schüler, selbst eine schuleigene Anlage zu planen, zu finanzieren und zu installieren.

Im Unterricht wurde unter Anleitung des Solarfachmannes Alois Plüster die Anlage geplant, dann gemeinsam die Finanzierung durchdacht, nach Sponsoren gesucht und endlich auch selbst in den Kellerräumen der Schule vorgefertigt u. auf dem Vordach des Schulhofes montiert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 16231,10 Euro, wovon fast 10000 Euro durch Landeszuschüsse, Sponsoren (SSK u. Stadtwerke Rheine) und Elternspenden aufgebracht wurden. Zur Restfinanzierung wurde ein Kredit in Höhe von 6286,32 Euro bei der SSK aufgenommen, dessen Tilgung durch die Netzeinspeisung u. Vergütung nach dem EEG geschieht. Die Rückzahlung des Darlehns verläuft zwar planmäßig, dauert aber wegen der fälligen Zinsen insgesamt etwa 15 Jahre. Geplant ist deshalb eine schulinterne, zinslose Umschuldung durch die Theater-AG „Lampenfieber“…

Weitere Informationen:

Aufbau der Photovoltaik-Anlage – die Fotostory