Es summt und brummt am Emsland-Gymnasium

Arbeitsgemeinschaft versorgt die Schule mit Honig und anderen Produkten

Und das schon eine ganze Weile! Seit inzwischen vier Jahren gibt es dort eine Bienen-AG – und die hat sich sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule bereits einen Namen gemacht: So würde auf Elternsprechtagen schon richtig was fehlen, wenn nicht Kevin und Malte den Honigstand der „Goldbienen“ aufgebaut hätten, um ihrem Fanpublikum, den begeisterten Eltern, viele Gläser Honig zu verkaufen. Dieser Honig stammt natürlich aus eigener Imkerei, wurde von den Schülerinnen und Schülern selbst geschleudert – und sogar das Design des Etiketts auf dem Glas ist selbst gestaltet.

„Aber ist es nicht gefährlich, wenn Schülerinnen und Schülern mit Bienen umgehen?“ Diese Frage hören Frau Brieler, Herr Laufer und die Teilnehmer der Bienen-AG sehr häufig. Und die Antwort ist eindeutig: Insgesamt gibt es am Emsland-Gymnasium drei Bienenvölker mit bis zu 100.000 Bienen. Seit dem Bestehen der Arbeitsgemeinschaft sind aber erst zwei Kinder gestochen worden. Also kaum Gefahr, wenn man weiß, wie‘s geht! Man sieht, hier ist Sachverstand am Werke, und zwar nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Vermarktung.

Seit zwei Jahren haben nämlich die Goldbienen mit ihrem „Oberimker“, dem Biologielehrer Herrn Laufer, eine Schülerfirma gegründet. Dass diese Firma finanziell auf festen Beinen steht, liegt nicht nur an der guten Pflege der Bienen. Finanziell hat die Arbeitsgemeinschaft auch durch den Gewinn des Klimapreises der Stadt Rheine einen ordentlichen Anschub bekommen. Und was machen gute Geschäftsleute mit ihrem Kapital? Investieren!

160519 LAU Bienen-AG_1So ist durch die Prämierung der AG und den Geldpreis direkt eine neue Geschäftsidee entstanden: Die Gruppe möchte im Schulgarten eine Kräuterspirale anlegen und mit Hilfe der hier geernteten Kräuter auch neue Produkte anbieten. Es könnten nämlich neben Honig und selbst gedrehten Wachskerzen zukünftig auch Hustenbonbons und Cremes angeboten werden.

Gesagt, getan: Nach langer Planungsphase trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Bienen-AG mit den begleitenden Lehrkräften, Frau Brieler und Herrn Laufer, zum Arbeitseinsatz im Schulgarten der Schule. Nachdem für dieses Projekt im letzten Jahr bereits fachkundige Informationen gesammelt und detaillierte Planungen erfolgt waren, wurde nun das Fundament gelegt. Darauf sollte dann die Kräuterspirale aus Ibbenbürener Sandstein aufgemauert werden. Zwei Tonnen Sandsteine lagen dafür bereit und wurden von den Schülern und Lehrern mit Kalkmörtel verbaut. Die Arbeit erwies sich als ein Puzzlespiel, da es sich um Natursteine handelte, die sich in Form und Größe stark unterscheiden. Die Maurerarbeiten werden bei günstigem Wetter in den nächsten Wochen fortgeführt und zum Frühjahr soll das Beet dann fertig sein. Die blühenden Kräuter werden ein Teil der Nahrungsgrundlage für blütenbestäubende Insekten sein. Außerdem sollen die Kräuter die Produktpalette der Bienen-AG erweitern.