Bezug zu „Abi-Streich mit einem Haschkuchen?“ vom 07.04.17

Das Emsland-Gymnasium und das Dionysianum bieten seit Jahren viele Kooperationskurse an, in denen Schüler beider Schulen sitzen. Auch einige Schüler des Abi-Jahrgangs des Emsland-Gymnasiums besuchen solche Kurse und pflegen deshalb einen engen Draht zu vielen Schülern des Dionysianums. So verbringen einige Emsland-, aber auch Dio-Schüler sogar ein Drittel ihrer Stunden in Kooperationskursen, pendeln dementsprechend zwischen beiden Schulen.

Als wir am Donnerstag in unseren Kursen am Dionysianum saßen, bekamen wir schnell die merkwürdige Stimmung mit: „Ein Schüler soll angeblich Kuchen verteilt haben, in dem Gras war“, hieß es. Mit der Zeit erlangten wir die Gewissheit, dass dies der Fall war: In mehreren Kursen fehlten einige Schüler, andere benahmen sich auffällig. Es sickerten zunehmend mehr Informationen durch, z. B. dass es im Erdkunde-LK am Dio geschehen sein sollte, dass die Polizei verständigt wurde und dass mehrere Personen zur Vorsorge ins Krankenhaus kamen. Wir waren geschockt, setzten den Unterricht aber weitestgehend normal fort.

Als wir am 07.04. die Zeitung aufschlugen, waren wir zunächst wenig überrascht, vom Vorfall am Dionysianum zu lesen. Eine Passage irritierte uns jedoch. So heißt es im Artikel:

„Zudem kursierten Spekulationen über einen „geplanten“ Abiturstreich, den Schüler sowohl des Dios als auch vom Emsland-Gymnasium ausgeheckt hätten“.

Dazu möchten wir uns wie folgt äußern:

  1. Besagter Kurs war kein Kooperationskurs mit dem Emsland-Gymnasium. Somit war kein Schüler unserer Stufe von dem Vorfall direkt betroffen, außerdem können wir eine Mitorganisation von Emsland-Schülern ausschließen. Dies möchten wir in aller Deutlichkeit betonen.
  2. Eine Ein-Mann-Aktion ist für uns, unabhängig von der Schule, kein Abiturstreich. Wir halten diesen Begriff für generalisierend – damit wird jedem Schüler des Jahrgangs eine Mittäterschaft unterstellt.

Wir riefen nach dem Lesen unmittelbar den Redakteur des Artikels an und mussten feststellen, dass diese Spekulationen auf einem WhatsApp-Gruppenchat basieren.

Wir sind offenkundig erstaunt, dass auf dieser nicht sonderlich seriösen Grundlage eine derart brisante Spekulation aufgestellt wird. Denn somit werden wir Emsland-Schüler in diesen Vorfall mit hineingezogen, mit dem wir nun wirklich nichts zu tun haben.

 

Till Müller

Schüler des Jahrganges Q2