Einmal „Grüne Hölle“ und zurück

Schülerinnen und Schüler des Emsland-Gymnasiums Rheine besuchen das ZDF

 Die „Grüne Hölle“ erstreckt sich beiderseits des Äquators in undurchdringlichen Regenwäldern und, seit 2009, auf dem Lerchenberg bei Mainz. Gemeint sind ein paar hundert hellgrün gestrichene Quadratmeter Boden und Wand in einem der modernsten Nachrichtenstudios Europas. Obwohl selbst das Gebäude für touristische Führungen absolut tabu ist, durften Schülerinnen und Schüler des Emsland-Gymnasiums Rheine diese heiligen Hallen betreten.

Auf dem ersten Blick wirkt das Studio eher irreal: Der geschwungene Tisch der Heute-Sendung, mehrere Roboterkameras, ein Deckenscheinwerfer pro Quadratmeter, ca. 500m² Hellgrün an Wand und Boden, und alles auf der Fläche einer großen Wohnung. Angrenzend liegt der Regieraum, ähnlich dem Raketenkontrollzentrum der NASA, mit über ein Dutzend High-Tech-Arbeitsplätzen auf zwei Ebenen. Alle Arbeitsplätze sind in Richtung der ca. 4×12 Meter großen Wand ausgerichtet, auf der unzählige Monitore die Beiträge, unterschiedliche Kameraausschnitte und noch vieles mehr zeigen. Hier erst wird aus der „Grünen Hölle“ durch digitale Nachbearbeitung, ähnlich der Blue-Box, das Heute-Studio.

Genau hier wurde der ZDF-Beitrag für das Hörspiel „Im Schatten des Fürsten“ des Projektkurses „Hörspiel“ (2016/2017) des Emsland-Gymnasiums Rheine erstellt. Umso faszinierender war es für die Schülerinnen und Schüler hier vor Ort live und aus erster Hand die Technik, Abläufe und Berufsfelder in der modernen Nachrichtenbranche erklärt zu bekommen. Ein Besuch auf dem Gelände des Fernsehgartens, weiterer Studios und einer Liveübertragung aus der „Drehscheibe“ auf den Rängen des Sportstudios sitzend, sind nur einige Highlights des Besuches.

Mochte die Aussicht auf einen 13-Stunden Tag mit 5 Uhr Abfahrtzeit auch abschreckend wirken, so war es auf dem zweiten Blick aber einmalig, höchst informativ und vielleicht berufsweisend für den ein oder anderen Schüler.

Maurer/Hagenthurn