Emsland-Kogge segelt in der Fair-Trade-Flotte mit

Artikel der Münsterländischen Volkszeitung vom 12.11.15:

Bleibende Zeichen gegen Ausbeutung und Kinderarbeit: Das Emsland-Gymnasium ist jetzt offiziell „Fairtrade School”.

„Die Emslan151112_Fairtraded-Kogge ist das neueste Mitglied in der Fairtrade-Flotte“: Als erstes Gymnasium in Rheine wurde das Emsland-Gymnasium als „Fairtrade School“ ausgezeichnet. Die gesamte Schulgemeinschaft sowie Bürgermeister Peter Lüttmann und weitere Ehrengäste nahmen an der Auszeichnungsfeier am Donnerstagmorgen in der Turnhalle teil. Vor Beginn der Auszeichnungsfeier überreichten Oberstufenschüler dem Bürgermeister, selbst ehemaliger Emsland-Schüler, noch schnell ein Rheine-Graffiti.

„Darauf könnt Ihr stolz sein”

151112_Fairtrade1„Ihr seid nun Teil der Fairtrade-Bewegung und darauf könnt Ihr stolz sein“, sagte Britta Siepmann, Referentin von Fairtrade Deutschland, als sie Maria Brüggemann, Lehrerin für Ernährungslehre/Biologie und Sprecherin des Fairtrade-Schulteams, die Urkunde überreichte. Zuvor hatte Diepmann deutlich gemacht, dass jeder im Alltag einen Beitrag leisten kann, fairen Handel zu unterstützen und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

„Müssen es denn immer gleich fünf neue T-Shirts von Primark sein oder reicht nicht auch ein hochwertiges, faires Shirt?“ fragte sie. Den Einwand: „Faire Produkte sind aber so teuer“, lässt sie nicht gelten. „Denn wenn es für euch billig ist, zahlen andere drauf“, redete sie den Zuhörern ins Gewissen.

Über 30151112_Fairtrade30 Produkte, die fair gehandelt werden, gibt es mittlerweile auf dem Markt. Einige davon werden auch am Emsland-Gymnasium verkauft, und zwar nicht erst, seitdem sich die Schule im Februar 2013 für die Kampagne Fairtrade Schools hat registrieren lassen, sondern schon seit fast 20 Jahren. Damals hat Manfred Niemann, ehemals Lehrer am Emsland-Gymnasium, mit einigen Schülern seines „Umweltkurses“ begonnen, faire Produkte an der Schule zu verkaufen.

„Und damit waren wir eine der ersten Schulen“, sagte Niemann am Donnerstag. „Als ich dann im vergangenen Jahr pensioniert wurde, habe ich schon befürchtet, dass das Projekt einschläft.“ Das sei aber nicht passiert, im Gegenteil, es habe nochmal richtig Fahrt aufgenommen. Es wurde ein Fairtrade-Schulteam gegründet, die „Gefairten“.

„Zei151112_Fairtrade2chen gegen Ausbeutung und Kinderarbeit”

Ebenso eine Schülerfirma für den Verkauf der fairen Produkte, die Marcel Ossege und Lucas Bültel am Donnerstag vorstellten. Sie informierten auch über die Nikolausaktion der Q2, zu der erstmals Nikoläuse aus fairer Schokolade verkauft werden. „Damit wollen wir ein Zeichen gegen Ausbeutung und Kinderarbeit setzen.“

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Als der Kurzfilm „Bittere Weihnachtsträume, Kinderarbeit für Schokoträume“ gezeigt wurde, war es mucksmäuschenstill in der Halle.

Als bleibendes Zeichen wird neben dem Fairtrade-Banner auch eine Leinwand mit der Emsland-Kogge, die neuerdings unter Fairtrade-Flagge segelt, und auf der alle Schüler ihren Fingerabdruck hinterlassen, aufgehängt.